Zefanja 1
Das Gericht über Juda und die Völker: 1,2 - 3,8




Das Gericht über Juda

1:2 Ich raffe alles vom Erdboden weg, / ich raffe es weg - Spruch des Herrn.
1:3 Mensch und Vieh raffe ich weg, / die Vögel des Himmels raffe ich weg und die Fische im Meer / [nämlich alles, was die Frevler zu Fall gebracht hat,] und ich rotte die Menschen auf der Erde aus - / Spruch des Herrn.
1:4 Ich strecke meine Hand gegen Juda aus / und gegen alle Einwohner Jerusalems und ich rotte an diesem Ort die Reste des Baalsdienstes aus, / samt den Namen der Götzenpriester,
1:5 alle, die sich auf den Dächern niederwerfen / vor dem Heer des Himmels, auch alle, die sich vor dem Herrn niederwerfen, / zugleich aber bei ihrem Moloch schwören,
1:6 und alle, die dem Herrn den Rücken kehren, / die ihn nicht suchen und nicht nach ihm fragen.
1:7 Schweigt vor Gott, dem Herrn! / Denn der Tag des Herrn ist nahe. Ja, der Herr hat ein Schlachtopfer vorbereitet, / er hat die eingeladenen Gäste schon (dem Tod) geweiht.
1:8 Am Tag des Schlachtopfers des Herrn / rechne ich ab mit den großen Herren und den Königssöhnen / und allen, die fremdländische Kleider tragen;
1:9 an jenem Tag rechne ich ab mit jedem, / der über die Schwelle springt, mit allen, die das Haus ihres Herrn / mit Betrug und Gewalt anfüllen.
1:10 An jenem Tag - Spruch des Herrn - / hört man vom Fischtor her Geschrei und aus der Neustadt lautes Jammern / und von den Hügeln her großes Getöse.
1:11 Jammert, ihr Bewohner der Senke! / Denn das ganze Krämervolk verstummt, / alle Geldwechsler sind ausgerottet.
1:12 In jener Zeit durchsuche ich Jerusalem mit der Laterne / und rechne ab mit den Herren,die dick geworden sind auf ihrer Hefe und denken: / Der Herr tut weder Gutes noch Böses.
1:13 Darum werden ihre Reichtümer geraubt / und ihre Häuser verwüstet. Sie werden Häuser bauen, aber nicht darin wohnen; / sie werden Weinberge anlegen, aber den Wein nicht trinken.



Der Tag des Herrn

1:14 Der Tag des Herrn ist nahe, der gewaltige Tag, / er ist nahe, schnell kommt er herbei. Horch, der Tag des Herrn ist bitter, / da schreit sogar der Kriegsheld auf.
1:15 Ein Tag des Zorns ist jener Tag, / ein Tag der Not und Bedrängnis, ein Tag des Krachens und Berstens, / ein Tag des Dunkels und der Finsternis, / ein Tag der Wolken und der schwarzen Nacht,
1:16 ein Tag des Widderhorns und des Kriegsgeschreis in den befestigten Städten / und auf den hohen Zinnen.
1:17 Da jage ich den Menschen Angst ein, / sodass sie wie blind umherlaufen; / denn sie haben sich gegen den Herrn versündigt. Ihr Blut wird hingeschüttet wie Schutt / und ihr fettes Mark wie Kot.
1:18 Weder ihr Silber noch ihr Gold kann sie retten / am Tag des Zornes des Herrn. Vom Feuer seines leidenschaftlichen Eifers / wird die ganze Erde verzehrt. Denn er bereitet allen Bewohnern der Erde ein Ende, / ein schreckliches Ende.